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Baumaßnahmen am Poppenbütteler Berg machen schnelle Fortschritte

Die Baumaßnahmen am Poppenbütteler Berg machen schnelle Fortschritte. Alles ist im Zeitplan, so dass ab Oktober 2017 ca. 500 Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung zu uns nach Hamburg gekommen sind, in die Wohnungen der 1. Baureihe des Quartiers einziehen werden. Alle zukünftigen Bewohner der „Flüchtlingswohnungen“ (vor allem Familien mit Kindern) haben einen sicheren Aufenthaltsstatus.

Bis Ende 2018 werden die weiteren Häuser des Quartiers fertiggestellt sein (mit Sozialwohnungen und freifinanzierten Mietwohnungen). Insgesamt werden auf dem Gelände 308 Wohnungen entstehen. Eine erste Kita wird sofort auf dem Gelände realisiert (die Johanniter sind Träger
der Einrichtung); bei Bedarf wird nach Fertigstellung aller Wohnungen eine weitere Kita (eventuell als Mutter-Kind-Haus organisiert) gebaut.  Was lange währt, wird endlich gut – jedenfalls wenn wir alle mithelfen! Weil noch unbekannt ist, aus welchen Herkunftsländern die Flüchtlinge stammen, welche Muttersprachen sie sprechen und welchen Religionen sie angehören, lässt sich derzeit noch nicht konkret sagen, mit welchen Maßnahmen und Aktionen der Prozess der Integration der Neubürger wirkungsvoll unterstützt werden kann. Zwei besondere Aufgabenfelder seien hier aber schon genannt:

• Auf Anregung des Vereins „Poppenbüttel Hilft“ und finanziell gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg wird auf dem Gelände ein Begegnungshaus errichtet. Es soll Raum bieten für vielerlei Angebote, die das Kennenlernen und Zusammenleben im Wohnquartier und im  Stadtteil fördern. Das Haus soll in Zusammenarbeit von Profis des Baugewerbes sowie von BerufsschülerInnen geeigneter Fachrichtungen und  von Interessierten vor Ort (Flüchtlinge und andere) entstehen. Damit das Vorhaben gelingt, werden viele UnterstützerInnen gebraucht!

• Flüchtlinge können nur Weniges auf die Flucht mitnehmen; immer bringen sie aber ihre Religion oder Weltanschauung mit. Damit das  Zusammenleben von Menschen verschiedener religiöser Überzeugungen im Wohnquartier und im Stadtteil gelingt, braucht es einen  wertschätzenden und dialogischen Umgang mit religiöser Vielfalt. Eine solche Haltung entsteht aber nicht von selbst; man braucht dazu, z. B. aus der Kirchengemeinde Poppenbüttel, Menschen, die sich mit Beharrlichkeit und ggf. auch gegen Widerstände dafür engagieren. Darüber hinaus  wird es viel weiterer tatkräftiger Hilfe bedürfen – z. B. beim Einrichten der Wohnungen, bei Behördengängen, beim Lösen von Konflikten, beim  Zurechtfinden im Stadtteil, beim Deutschlernen usw.

Wer sich engagieren möchte oder gute Ideen hat, wende sich gern an die Mitglieder des  Kirchengemeinderates oder an den Verein „Poppenbüttel Hilft“. Folkert Doedens

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