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Die Kirchengemeinde Poppenbüttel steht vor großen Fragen

Viele haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende haben sich in den vergangenen Jahren in bewundernswerter Weise an den drei Kirchstandorten unserer Gemeinde engagiert und sie so lebendig erhalten und weiter zum Blühen gebracht. Heute fordern uns jedoch vier Fragen heraus, die wir PastorInnen uns stellen:

Da ist die Gemeindegliederentwicklung zu nennen: Im letzten Jahrzehnt ist die Gemeindegliederzahl um gut 1000 auf heute knapp 8000 Mitglieder gesunken. Ursache ist vor allem der sogenannte „demographische Wandel“: Die ältere „kirchentreue“ Generation verlässt die Lebensbühne, jüngere Menschen haben oft keine Neigung, sich in diese Organisation mit ihren Verpflichtungen einzubinden. Kinder werden selten getauft oder zum Konfirmandenunterricht geführt. Kann es möglich sein, diese Entwicklung umzukehren und zeitgleich die Folgen dieser Entwicklung zu verarbeiten? Damit zusammenhängend trifft Poppenbüttel seit Januar 2018 wieder eine bedeutsame Stellenkürzung: Eine Gemeindepfarrstelle wurde analog zur Mitgliederentwicklung auf 50 % herabgestuft. Wie können die daraus resultierenden Änderungen – auch welche, die wir bisher nicht wollten – fair und angemessen geschehen? Zu diesem Fragenfeld kommt noch eine weitere Herausforderung hinzu: Eine Generation der Ehrenamtlichen, die sich mit hohem Engagement und vielen Kompetenzen in die Gemeindearbeit eingegeben und auch fordernde Aufgaben, die zuvor Hauptamtliche geleistet hatten, verlässlich übernommen hat, geht sukzessive in ihren wohlverdienten „Ruhestand“.

Welche Menschen werden hier die Staffelstäbe übernehmen? Wie entwickeln wir eine Kirche, die aus dem Mitmachen der Mitglieder lebt, ohne sie zu überfordern? Schließlich beschäftigt uns auch der Besuch der Gottesdienste: An besonderen Tagen feiern wir oft mit vollen Häusern – doch auch in unserer Gemeinde gibt es Gottesdienstversammlungen mit weniger als 25 TeilnehmerInnen. Gerade hier soll der gemeinsame Geist doch wirken! Neue, offenere Gottesdienstformen oder stärker einladende Themen sind ein hoffnungsvoller Weg, lösen diese Frage aber nicht alleine. Müssen wir nicht umdenken und das Angebot so verändern, dass Qualität statt Quantität bewahrt wird? Diese Fragen sind herausfordernd, müssen uns aber nicht schrecken. Im Kirchengemeinderat und an vielen anderen Stellen gestalten engagierte und kompetente Menschen die Zukunft unserer Gemeinde. Auch Sie sind herzlich eingeladen, mitzudenken und sich konstruktiv zu beteiligen, etwa in den öffentlichen Kirchausschüssen: Wir brauchen Sie und Ihre Gedanken für diesen Prozess der Veränderungen. Nach allem aber haben wir eine Bitte: um ein Mittragen im Gebet! Wir können alle viel dafür tun, dass diese Gemeinde lebendig bleibt. Entscheiden darüber tut aber der, dessen Namen wir anrufen.

Pastorin Barbara Hanzig, Pastoren Peer Lichtenberg und Stephan Uter

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