kontakt icon 2 03

Auf ein Wort

Pastorin Ute Ehlert-In: Mit zwei lachenden Augen ...“
... darf ich gehen. So ähnlich hat es ein Gemeindeglied zu mir gesagt, denn ich war auch mit zwei lachenden Augen Pastorin in unserer  Gemeinde.

6 ½ Jahre habe ich hier gelebt und gearbeitet, und zum 1. Januar werde ich als Studienleiterin im Fachbereich Seelsorge für die Ausbildung der zukünftigen Pastorinnen und Pastoren der Nordkirche eine neue Aufgabe übernehmen. In den vergangenen Jahren ist viel passiert. Ich habe mit  Ihnen gemeinsam versucht, unsere Kirchengemeinde einladend und zukunftsfähig zu gestalten:

• Dazu gehört die Einrichtung der Evangelischen Akademie in der Region Alstertal, die ich zunächst gemeinsam mit Gundula Döring, später mit  Anja Pasche geleitet habe. Mit ihren Angeboten hatten wir Raum und Zeit, uns über aktuelle kirchliche Themen zu informieren, sie zu diskutieren  und Visionen zu entwickeln, wie Kirche sein kann.

• Eine neue Kindertagesstätte haben wir gebaut, in der nun auch Krippenplätze für die ganz Kleinen zu finden sind, und in dem Zusammenhang  das Außengelände rund um die Simon-Petrus-Kirche ebenfalls ansprechend und neu gestaltet.

• Die Kirche bekam nach vielen Diskussionen mit dem Denkmalschutz einen Vorraum, der genau auf unsere Simon-Petrus-Kirche zugeschnitten  ist und sie verschönert,

• und nicht zuletzt haben wir begonnen, mit dem Engel der Kulturen für ein friedliches Miteinander der Religionen zu werben und andere Religionen im Gespräch genauer kennenzulernen. Dazu die Seniorenkreisnachmittage, Martinsfeste, Konfirmandenfreizeiten mit Taufen im  Ratzeburger See – all diese Erlebnisse werde ich wie einen bunt gepackten Rucksack an  meine neue Wirkungsstätte mitnehmen.

So haben wir alle miteinander – Pastoren, Kirchengemeinderäte, Mitarbeitende und Ehrenamtliche – in die Wege geleitet, was unsere Gemeinde lebendig und anziehend macht für Kinder und Familien, für Jugendliche und Erwachsene. Ich habe die Arbeit in unserer Gemeinde mit Freude  getan und sie als einen Ort erlebt, in dem Menschen mit unterschiedlichen Erwartungen und Glaubenshaltungen ein Zuhause finden.

Wie es für mich dann ohne die Poppenbütteler Kirchengemeinde sein wird, kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen. Sie und die vielen  Menschen werden mir fehlen, und deshalb gibt es auch weinende Augen bei mir. Ich bedanke mich bei allen, die mich begleitet haben in diesen  Jahren: mit ihrem Gebet, mit Worten und mit Taten, in guten und in schlechteren Zeiten. Allein habe ich mich nie gefühlt; ich bin in den  vergangenen Jahren in Poppenbüttel reich beschenkt worden. Und das bringt bei allem Abschiedsschmerz am Ende die Augen doch wieder zum  Lachen.

Am 31. Dezember werde ich um 10 Uhr im Gottesdienst in der Simon-Petrus-Kirche verabschiedet. Ich würde mich sehr freuen, viele von Ihnen  noch einmal zu sehen und zu sprechen. Zum Schluss möchte ich Ihnen einen Satz mit auf den Weg geben, der mir für mein Leben und Arbeiten  immer wichtig war:

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“. (2. Tim. 1,7) 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen Gottes Segen.
Pastorin Ute Ehlert-In

Predigten und Texte zum Nachlesen oder Nachhören

Hier finden Sie Predigten aus unseren Kirchen und Texte aus „Auf ein Wort”, die Sie in Ruhe nachlesen können.

Die Predigttexte sind allein schriftliche Hilfen für die lebendig – also mündlich predigenden PastorInnen: Es gilt das gesprochene Wort. Diese Unterlagen sollen für die Predigthörer Stichworte zur Erinnerung liefern. Ausschnitte dürfen also nicht als Predigtzitate genutzt werden, weil die Predigt möglicherweise in einzelnen Bereichen anders gehalten wurde.