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Kantorei Poppenbüttel

 Die Kantorei in der Corona-Krise oder das gefährlichste Hobby der Welt
Chorus tacet. Wann immer diese Angabe in den Noten erscheint, hat der Chor eine Pause. Unsere gegenwärtige Zwangspause steht in keinen Noten und ist für leidenschaftliche ChorsängerInnen und ihren Chorleiter schwer zu ertragen.

Als wir uns in die Frühjahrsferien verabschiedeten, freuten wir uns auf Monteverdis „Marienvesper“ im Alsterwanderwegkonzert. Eine Minichorreise der Jungen Kantorei nach Lübeck mit einem a cappella- Konzert und Gottesdienstsingen im Dom um den ersten Mai herum war noch eilig in halbtrockene Tücher gebracht worden. Leider hatte sich da aus dem fernen Wuhan in China bereits ein unheilvolles Virus mit dem klangvollen Namen Corona auf den Weg gemacht, die Welt in seinen Griff zu bekommen.

Die Minichorreise sollte das erste Opfer dieses Virus werden. “Warum?“, fragt die Brahms-Motette, die wir eigentlich singen wollten, weil Corona Hamburg erreicht hatte! Es gab weder Singen noch Torte-Essen in der Hauptstadt des Marzipans. Statt dessen kompletter Lock down und Licht aus im Probensaal auf unbestimmte Zeit. In den ersten Wochen war es noch nicht soooo schlimm, am Dienstag/Donnerstagabend bequem in den Kissen auf dem Sofa zu lümmeln, an statt in sängerischer Haltung und kerzengerade auf der Stuhlkante zu hocken. Je mehr Wochen aber ins Land gingen, desto mühsamer wurde es, auf das gewohnte, gemeinsame Singen zu verzichten und Freunde nicht mehr treffen zu dürfen. Social Distancing fing an zu nerven!

Der absolute Tiefpunkt war im Mai erreicht. Bis voraussichtlich Ende dieses Jahres sollten, wenn kein Impfstoff gefunden wird, weder Proben noch Konzerte stattfinden können. Die Marienvesper wird wer weiß wohin verschoben. Waaaas? Selbst zu Weihnachten sollen wir noch schweigen? Die ohnehin schon lange Chor-Nulldiät sollte anhalten? Lockerungen von den strengen Restriktionen gab es längst, aber eben nicht für Chöre und erst recht nicht für unsere Brüder im Leiden, den Blasinstrumentalisten. Vergesst Rafting, Freeclimbing oder Bungeejumping! Wir machen alle etwas viel Krasseres! Chorsingen! Singen ist lebensgefährlich, denn die dabei freigesetzte Menge an Aerosolen sprengt jede zulässige Höchstgrenze! Fazit: Wir haben das gefährlichste Hobby der Welt! Schulter an Schulter, kuschelig dicht auf dem Chorpodest stehen, unvereinbar mit Corona-Abstandsregeln! Die Masken, nun überall von allen zu tragen, bestimmt nötig und nützlich, doch für Sänger ein höchst hinderliches Accessoire! Ja, Singen hat etwas mit Atmen zu tun und eigentlich stärkt es das Immunsystem, nur leider eben nicht in Corona- Zeiten! Es ist an der Zeit, das anaerobe Singen zu erfinden!

Aber, wie uns die Liebe zur Musik verbindet, wir die Kraft haben, gemeinsam diese besondere Zeit zu überstehen, ohne dass der Chor zum Kollateralschaden des Virus wird, so fingen wir an, mit Besonnenheit Wege zurück in unser Kerngeschäft zu suchen. Die Zoom-Konferenz wies den Weg aus der Corona-Schockstarre! Es war wohltuend, sich in größerer Runde bei anhaltender Kontaktsperre zumindest wieder sehen und sprechen zu können. Zwar kennen wir jetzt die Schrankwand des Kantors und wissen, dass Clemens eine Hängematte in seinem Arbeitszimmer hat, aber zum Proben taugt dieses Instrument leider gar nicht! Sollten wir es also einmal mit Digital Stage probieren? Ist digitales Proben die Lösung unserer Probleme? Nur Versuch macht klu(g)ch! Halten wir es wie die Fußballer mit ihren „Geisterspielen“, strammes Üben für „Geisterkonzerte“? Schon aus Kostengründen völlig abwegig! Wie ist es mit Proben im Freien? Abstandsregeln lassen sich wohl einhalten, aber können wir auf den Flügel verzichten?! Und wird uns das auch noch bei sinkenden Temperaturen und im Hamburger Schmuddelwetter gefallen? Bleibt das Proben im Gemeindesaal mit begrenzter Teilnehmerzahl, in großen Abständen, mit harten Auflagen beim Kommen und Gehen und im Dauerdurchzug! Wer kennt den Königsweg?

Ihr lieben Virologen und Forscher in den Laboren zur Impfstoffentwicklung, beeilt euch, dass allen Menschen bald ein bezahlbarer Impfstoff zur Verfügung steht! Dann können wir beim Einsingen wieder auf „F“ ausatmen und Aerosole bräuchten uns nicht mehr zu bekümmern. Von Altmeister Händel stammt die Sopranarie „Singe Seele, Gott zum Preise….“, zu Ihrer/Eurer und unserer Freude! Machen wir sehr gerne, sobald man uns wieder lässt! Versprochen! Bis dahin bleibt es hoffentlich nicht mehr allzu lange beim chorus tacet.

Herzliche Grüße vom Kantor, beiden Teilen der Kantorei und bleiben Sie gesund!

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Die Kantorei Poppenbüttel mit ihren rund 150 Sängerinnen und Sängern übernimmt vielfältige musikalische Aufgaben. Neben der regelmäßigen Gestaltung von Gottesdiensten mit a-cappella-Literatur und Kantaten liegt ein Schwerpunkt der Arbeit der Kantorei auf der Aufführung der großen Oratorien vom Frühbarock bis zur Moderne. Von großer Bedeutung ist dabei das Werk von Johann Sebastian Bach, dessen Passionen und das Weihnachtsoratorium in regelmäßigen Abständen aufgeführt werden.

Probenzeiten:

Großer Chor: dienstags 20–22 Uhr, Gemeindehaus Marktkirche
Junge Kantorei: donnerstags 20–22 Uhr, Gemeindehaus Marktkirche

Chorbild 1

Leitung:
Michael Kriener, Tel: 01525-944 48 92, E-Mail:

Der Große Chor

Wer wir sind

Grosser Chor bearb klein

Gegründet 1946 durch Karl Hoffmann, von 1961 bis 1988 unter der Leitung von Dieter Schmeel seit 1989 unter der Leitung von KMD Michael Kriener.

Arbeitsschwerpunkt ist die Gestaltung der Gottesdienste in der Marktkirche Poppenbüttel sowie der hier stattfindenden Konzerte, vor allem der Alster-Wanderweg-Konzerte.

Der Große Chor ist eng mit der Jungen Kantorei verbunden, mit der er die großen Werke der Oratorienliteratur gemeinsam aufführt

  • Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion, Johannes-Passion, Weihnachtsoratorium
  • Händel: Messias
  • Mendelssohn: Elias Brahms: Requiem
  • Mozart: C-moll-Messe
  • Strawinsky: Psalmensinfonie

Konzertreisen im In- und Ausland (Frankreich, Brasilien, England, Finnland, Ungarn, Polen, in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg).

1998 ausgezeichnet mit dem Kulturpreis von Hamburg-Wandsbek für hervorragende kulturelle Leistungen.

1999 erhielt der Chor das bronzene Diplom beim Internationalen Chorwettbewerb in Budapest.

Wir laden herzlich zum Mitsingen ein. Die Fähigkeit des Notenlesens ist erwünscht. Vorsingen und Vom-Blatt-singen ist nicht Voraussetzung. Keine Altersbegrenzung.

Proben

Wir proben immer Dienstags von 20.00 - 22.00 Uhr im Gemeindehaus der Ev. Luth. Marktkirche Poppenbüttel, Poppenbüttler Markt 2, Hamburg. Wenn ein Konzert ansteht, dann kann auch Sonderproben geben (kommt vielleicht zweimal im Jahr vor). Außerdem gibt es am Tag vor den größeren Konzerten immer eine Generalprobe.

Kontakt
Michael Kriener, Tel: 01525-944 48 92, E-Mail:

Junge Kantorei

Wer wir sind

Chor Rom 4 2a

Gegründet im Jahre 2000, ist die Junge Kantorei Hamburg-Poppenbüttel ein Teilchor der großen Chorfamilie Kantorei Poppenbüttel im Norden von Hamburg. Sie ist eng mit dem Großen Chor verbunden, mit dem zusammen sie die großen oratorischen Werke aufführt wie z.B.

  • Johann Sebastian Bach: Johannespassion und Weihnachtsoratorium
  • Johannes Brahms: Requiem
  • Josef Haydn: Die Schöpfung

Um verstärkt junge Leute zum Singen in der Poppenbüttler Gemeinde einzuladen, ist das Eintrittsalter bis 45 Jahre begrenzt.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Gestaltung der Gottesdienste und Konzerte in der Marktkirche Poppenbüttel. Wir singen etwa einmal pro Monat im Gottesdienst.

Daneben wird auf Wochenendfreizeiten durch intensive Proben ein ansprechendes musikalisches Niveau erreicht. Und bei diesen Gelegenheiten sowie auf unseren Reisen pflegen wir unsere gute Chorgemeinschaft.

Im Mai 2004 unternahm die Junge Kantorei Hamburg-Poppenbüttel eine Konzertreise nach Polen mit dem Programm Puccini: Messa di Gloria und Beethoven: Chorfantasie.

Im März 2005 erhielt die Junge Kantorei beim internationalen Chorwettbewerb in Budapest einen 2. Preis (silbernes Diplom).Im Jahre 2006 begann eine Chorpartnerschaft mit der Kantorei Winnenden mit einem Konzertbesuch der Kantorei Winnenden im April und einer Konzertreise der Kantorei Poppenbüttel nach Winnenden im Mai.

Im Oktober 2007 und 2009 erfolgten Reisen zum internationalen Chorwettbewerb nach Riva am Gardasee / Italien.

Vom 28. April bis zum 5. Mai 2012 ist der Chor zum internationalen Chorwettbewerb nach Venedig angemeldet.

Proben

Wir proben immer Donnerstags von 20.00 - 22.00 Uhr im Gemeindehaus der Ev. Luth. Marktkirche Poppenbüttel, Poppenbüttler Markt 2, Hamburg. Wenn ein Konzert ansteht, dann kann auch Sonderproben geben (kommt vielleicht zweimal im Jahr vor). Ausserdem gibt es am Tag vor den größeren Konzerten immer eine Generalprobe.

Kontakt
Michael Kriener, Tel: 01525-944 48 92, E-Mail:

Ensemble meridian

Wer wir sind

Vormals Kammerchor der Kantorei Poppenbüttel, gegründet 1993 als A cappella-Ensemble mit dem Arbeitsschwerpunkt zeitgenössische Musik.

Ausgezeichnet mit dem Förderpreis des Hamburger Brahms-Chorwettbewerbs 1997, dem silbernen Diplom (2. Preis) des internationalen Smetana-Wettbewerbs in Litomysl/Tschechien und einem 1. Preis beim Hamburger Landeschorwettbewerb des NDR 1997.

1998 erhielt der Chor einen 2. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb in Regensburg zusammen mit dem Sonderpreis für hervorragende Gestaltung zeitgenössischer Chormusik.

2001 wurde dem Chor das Goldene Diplom des Internationalen Chorwettbewerbs der Cäcilia-Chortage Lindenholzhausen zuerkannt.

Rundfunkproduktion mit dem NDR 1998.

Rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland (Mecklenburg, Tschechien, Russland).

Proben

Der Chor probt projektweise in zwei Arbeitsphasen pro Jahr. Eingeschlossen ist jeweils ein Gottesdienst und ein Konzert in der Marktkirche Poppenbüttel sowie Konzerte im Hamburger Umland.

Kontakt
Michael Kriener, Tel: 01525-944 48 92, E-Mail:

Jugendchor / Kinderchor (Chorkids)

Proben

Montag, von 17:00 - 18:30 Uhr.

Der Text wird zurzeit überarbeitet.

Kontakt
Birte Friesen
Michael Kriener, Tel: 01525-944 48 92, E-Mail:

Mitsingen

Chorbild 1

Neue Mitsängerinnen und Mitsänger sind uns immer herzlich willkommen. Die Kantorei ist offen für jeden, unabhängig von der Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche. Ein Vorsingen ist nicht erforderlich, es erleichtert natürlich den Einstieg, wenn Notenkenntnisse und Chorerfahrung mitgebracht werden.

Vor der Aufführung größerer Werke finden Sonderproben statt, die den „letzten Schliff“ im Zusammenspiel mit dem Orchester geben sollen und verpflichtend für alle sind. Dies findet gelegentlich auch in Form von Chorwochenenden statt.

Feste Chormitglieder zahlen zur Finanzierung der Chorarbeit eine Chorspende von 8 € im Monat (Familien 12 €).

Ich will mitsingen!
Michael Kriener, Tel: 01525-944 48 92, E-Mail:

Der Kantor

kantor michael krienerKantor Michael Kriener geboren 1957 in Beirut/Libanon, aufgewachsen in Wuppertal. Studium der Kirchenmusik in Essen und Berlin bei Prof. Gisbert Schneider, Martin Behrmann und Gerd Zacher. A-Examen 1984. Anschließend Studium der Chorleitung bei Prof. Manfred Schreier, Stuttgart. Künstlerischer Abschluss 1988. Stipendiat des Deutschen Musikrates 1994. Meisterkurse bei Erich Ericsson und Frieder Bernius.

Seit 1989 Kantor und Organist an der Marktkirche Hamburg-Poppenbüttel sowie Gesamtleiter der Alsterwanderweg-Konzerte. Am 30. November 2003 von der Nordelbischen Kirchenleitung zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Michael Kriener, Tel: 01525-944 48 92, E-Mail: 

Archiv

Chronik der aufgeführten Werke

In den vielen Jahren ihres Bestehens hat die Kantorei Poppenbüttel die nachfolgend aufgelisteten Werke gesungen, einige davon regelmäßig. Nicht aufgeführt sind die kleineren a-cappella-Werke.

  • Bach, Johann Sebastian (1685 - 1750): Weihnachtsoratorium, Johannispassion (1991, 2012) Matthäus-Passion , Messe in H-Moll, Messe in A-Dur, Magnificat, Osteroratorium, Kantaten, Motetten
  • Bach, Carl Philipp Emanuel (1714-1750): Matthäus-Passion 1769
  • Beethoven, Ludwig (1770-1827): Chorfantasie C-Moll op. 80, Messe in C-Dur op. 86
  • Brahms, Johannes (1833-1897): Ein deutsches Requiem, Motetten, Fest- und Gedenksprüche
  • Britten, Benjamin (1913-1976): Hymn to Saint Peter
  • Bruckner, Anton (1824-1896): Messe E-Moll, Messe D-Dur, Messe in F-Moll, Motetten
  • Charpentier, Marc-Antoine (1643(?)-1704): Te Deum
  • Dvorak, Antonin (1841-1904): Stabat Mater, Messe in D op. 86
  • Fauré, Gabriel (1845-1924): Le Cantique de Racine
  • Franck, Cesar (1822-1890): Panis angelicus
  • Graun, Carl Heinrich (1704-1759): Der Tod Jesu (2017)
  • Händel, Georg Friedrich (1685-1759): Messias, Utrechter Te Deum
  • Haydn, Joseph (1732-1809): Die Schöpfung, Die Jahreszeiten
  • Heeren, Peter (*1965): Der Gebrauch des Lebens
  • Keiser, Reinhard (1674-1739): Markus Passion (2015, 2018)
  • Liszt, Franz (1811-1866): Der 13. Psalm
  • Mendelssohn, Felix (1809-1847): Elias, Paulus, Deutsche Messe, Der 95. Psalm, Motetten
  • Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791): Requiem, Missa in C KV 427, Krönungsmesse 
  • Poulenc, Francis (1899-1963): Gloria
  • Puccini, Giacomo (1858-1924): Messa di Gloria
  • Rossini, Gioacchino (1792-1868): Petite Messe Solennelle
  • Reger, Max (1873-1916): Motetten, Der Einsiedler
  • Saint-Saens, Camille (1835-1921): Oratorio de Noel
  • Schönberg, Arnold (1874-1951): Friede auf Ergen
  • Schütz, Heinrich (1585-1672): Motetten
  • Schumann, Robert (1810-1856): Requiem
  • Strawinski, Igor (1882-1971): Psalmensinfonie
  • Weber, Carl Maria von (1786-1826): Messe in G-Dur

Konzerte der Kantorei Poppenbüttel

Keine Termine

Anmeldung interner Bereich für Chormitglieder

Kontakt

Adresse: Kantorei der Marktkirche Poppenbüttel, Poppenbüttler Markt 2, 22399 Hamburg
Tel.: 01525-944 48 92
Die Marktkirche Poppenbüttel und das Gemeindehaus sind barrierefrei zu erreichen.
Kartenansicht und Routenplan Map24

Wenn Sie an weiteren Informationen über die musikalischen Aktivitäten der Kantorei Poppenbüttel interessiert sind, dann schreiben Sie eine Mail an:

Spendenkonto der Kantorei:
Commerzbank DE83 2008 0000 0330 5570 00